Die therapeutische Nesteldecke wurde von Gudrun Schaade entwickelt – einer angesehenen Hamburger Ergotherapeutin, die sich seit über 30 Jahren auf die Behandlung demenziell erkrankter Menschen spezialisiert hat und als Fachautorin und Dozentin bekannt ist.
Die Decke ist als Patchwork gearbeitet, doppelseitig und hat auf jeder Seite Öffnungen für jeweils zwei Hände. So lassen sich verschiedene Wirkungen erzielen: Das Patchwork-Muster erzeugt durch unterschiedliche Oberflächentexturen intensive taktile Reize. Gleichzeitig kann in die Decke gegriffen werden – man kann Gegenstände einbringen oder die Hände der Therapeutin spüren. Die Decke lässt sich zusammenlegen, ausbreiten und ausstreichen.

Menschen mit Demenz setzen im mittleren Stadium der Erkrankung ihre Hände sehr intensiv ein – sie wischen über Tische, nesteln an Kleidung, wollen Dinge anfassen. Dieses Bedürfnis nach taktiler Information ist kein Symptom, das es zu unterbinden gilt: Es ist ein Weg, über den demenziell erkrankte Menschen ihre Körperwahrnehmung aufrechterhalten. Die Nesteldecke gibt diesem Bedürfnis einen sicheren, sinnvollen Raum.
Die Decke eignet sich besonders für Menschen im fortgeschrittenen Stadium und für bettlägerige Personen. Sie hat auch einen vorbeugenden Anspruch gegen Kontrakturen im Hand- und Fingerbereich, die sich häufig im späteren Krankheitsverlauf entwickeln.

Hergestellt wird die Nesteldecke in den Camphill-Werkstätten in Steinfurt – einer sozialtherapeutischen Einrichtung, in der Menschen mit Behinderungen die Decken unter fachlicher Anleitung mit großer Sorgfalt nähen. Es werden ausschließlich hochwertige Stoffe verwendet. Die Decke hat eine Kantenlänge von ca. 90 cm, besteht aus vier Lagen Stoff und wiegt zwischen 800 und 900 Gramm – bewusst schwer, damit sie sich beim Nesteln angenehm anfühlt.
Die Nesteldecke nach Gudrun Schaade ist exklusiv bei entia erhältlich und trägt den Gebrauchsmusterschutz DBGM Nr. 20 2014 004 768.5.
