Über diesen Artikel
Die Lochkamera - auch in der Form der "camera obscura" - fasziniert Kinder stets aufs Neue. Ein naturgetreutes Abbild der Natur mit einfachen Mitteln zu sehen - das grenzt an Magie.Bei dem hier angebotenen raffinierten Exemplar bildet die Dose selbst die Kamera. Im Inneren befindet sich eine zweite Röhre mit Mattscheibe, die sich ein- und ausschieben lässt. Hinter dem Bodendeckel liegen drei Lochblenden. Zwei davon mit verschieden großen Löchern und eine, die man selbst mit einer Öffnung versehen kann.
Aus der Anleitung:
Wähle eine Lochblende, lege sie ein und verschließe den Deckel. Je kleiner das Loch, desto schärfer, allerdings auch dunkler das Bild.
Suche Dir ein helles Objekt wie eine Lampe oder eine brennende Kerze und richte die Kamera darauf. Oder probiere an einem sonnigen Tag im Freien. Du siehst auf der Mattscheibe im Inneren das Motiv auf dem Kopf stehend. Ist die Mattscheibe nahe an der Lochblende, erscheint das Motiv sehr klein. Je weiter du die Mattscheibe herausziehst, desto größer wird es.
Lochblenden
Du kannst dir selbst aus lichtdichtem Papier, Karton oder anderen Materialien Lochblenden herstellen. Experimentiere mit Größe, Anzahl und Position der Löcher.
Schon in der Antike kannte man das Phänomen. Es wurde verwendet, um naturgetreu Zeichnen zu können. Außerdem ist das Prinzip Grundlage der heutigen Fotografie. Zur Verbesserung der Qualität verwendet man ein Objektiv mit vielen Linsen statt nur einem Loch und speichert das Bild elektronisch oder auf Film.
Idee
Du kannst auch aus deinem Zimmer eine Kamera machen. Dunkle den Raum komplett ab. In der Mitte eines Fensters läßt du ein Loch. Gewöhne deine Augen an die Dunkelheit und schaue an der gegenüberliegenden Wand, was du siehst. Am besten klappt das mit einer hellen Wand oder einem weißen Bettlaken.