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entia-Kompendium:Infos rund um Werkstätten für Menschen mit Behinderung.
entia-Wissensbuch:Infos rund um Werkstätten für Menschen mit Behinderung.

Werkstätten für Menschen mit psychischen Beeinträchtigung

Werkstätten für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung (auch: seelische Behinderung) unterscheiden sich in mehreren wesentlichen Punkten von Werkstätten, die sich auf andere Behinderungsarten wie kognitive oder körperliche Beeinträchtigungen konzentrieren.

Spezifische Merkmale und Besonderheiten

  • Zielgruppe: Werkstätten für psychisch beeinträchtigte Menschen richten sich an Personen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung oder seelischen Behinderung vorübergehend oder dauerhaft nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können. Dazu zählen z.B. Menschen mit Depressionen, Schizophrenie, Angst- oder Suchterkrankungen.
  • Arbeitsumfeld: Die Atmosphäre ist häufig besonders auf ein niedrigschwelliges, wertschätzendes und unterstützendes Umfeld ausgerichtet, um Stabilität und Sicherheit zu bieten. Die Arbeitsinhalte sind oft abwechslungsreicher und weniger monoton, da viele psychisch beeinträchtigte Menschen mit Routineaufgaben Schwierigkeiten haben und von wechselnden Anforderungen profitieren.
  • Individuelle Förderung: Es gibt ein breites Spektrum an Arbeits- und Bildungsangeboten, die sich an den individuellen Vorerfahrungen, Fähigkeiten und Belastbarkeiten orientieren. Die Angebote reichen von einfachen Tätigkeiten bis hin zu anspruchsvolleren Aufgaben, wobei die Ausdauer und Kontinuität individuell berücksichtigt werden.
  • Begleitende Maßnahmen: Ein Schwerpunkt liegt auf psychosozialer Begleitung, Psychoedukation, Krisenmanagement und persönlicher Entwicklung. Psychologen und sozialpädagogische Fachkräfte sind häufig Teil des Teams.
  • Flexibilität: Die Werkstätten bieten oft flexible Arbeitszeiten und ermöglichen einen schrittweisen (Wieder-)Einstieg ins Arbeitsleben. Auch betriebsintegrierte Arbeitsplätze und Übergänge in den allgemeinen Arbeitsmarkt werden gezielt gefördert.

Anteil an allen Werkstätten für Menschen mit Behinderung

Der Anteil der Werkstätten für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung an der Gesamtzahl der Behindertenwerkstätten wird in der Statistik nicht direkt als Zahl der spezialisierten Werkstätten ausgewiesen, da die meisten Werkstätten verschiedene Behinderungsarten aufnehmen. Aussagekräftig ist daher der Anteil der Beschäftigten mit psychischer Beeinträchtigung in allen Werkstätten:

Zum Stichtag 01.01.2023 hatten etwa 21 Prozent der Beschäftigten in Werkstätten für behinderte Menschen eine psychische Beeinträchtigung.

Da Werkstätten in der Regel nicht ausschließlich für eine Behinderungsart zugelassen werden, sondern Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen aufnehmen, lässt sich daraus schließen:
Rund ein Fünftel der Werkstattplätze in Deutschland sind mit Menschen mit psychischer Beeinträchtigung besetzt. Die tatsächliche Zahl rein spezialisierter Werkstätten ist deutlich geringer und wird statistisch nicht separat erfasst.

Fazit

Werkstätten für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung zeichnen sich durch ein besonders flexibles, unterstützendes und psychosozial ausgerichtetes Arbeitsumfeld aus. Im Fokus stehen Stabilisierung, individuelle Förderung und die Ermöglichung von Teilhabe am Arbeitsleben unter Berücksichtigung der besonderen Herausforderungen psychischer Erkrankungen. Sie unterscheiden sich von anderen Werkstätten vor allem durch die Arbeitsgestaltung, die psychosoziale Begleitung und die gezielte Förderung von Übergängen in den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Quellen:
www.psychiatrie.de
www.bagwfbm.de
www.unternehmens-netzwerk-inklusion.de

Werkstätten für Menschen mit seelischen Problemen sind etwas anders als Werkstätten für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder körperlichen Problemen.

Was ist besonders?

  • Wer dort arbeitet: In diese Werkstätten kommen Menschen, die wegen einer seelischen Krankheit nicht auf dem normalen Arbeitsmarkt arbeiten können. Zum Beispiel Menschen mit Depressionen, Angst, Sucht oder Schizophrenie.
  • Wie die Arbeit ist: Es ist wichtig, dass es dort ruhig und sicher ist. Die Arbeit soll nicht zu schwer sein und Spaß machen. Es soll nicht immer dasselbe sein, sondern Abwechslung geben.
  • Wie geholfen wird: Jeder bekommt die Hilfe, die er braucht. Es gibt einfache und schwere Arbeiten. Es wird darauf geachtet, dass die Menschen nicht zu viel machen und dass sie dabei bleiben.
  • Was es noch gibt: Es gibt extra Hilfe von Fachleuten. Zum Beispiel Gespräche, Informationen über die Krankheit und Hilfe in schwierigen Situationen. Psychologen und Sozialpädagogen helfen dabei.
  • Wie flexibel das ist: Die Arbeitszeiten sind oft flexibel. Man kann langsam wieder anfangen zu arbeiten. Es gibt auch Arbeitsplätze in Firmen und Hilfe, um eine normale Arbeit zu finden.

Wie viele Werkstätten gibt es?

Man kann nicht genau sagen, wie viele Werkstätten es nur für Menschen mit seelischen Problemen gibt. Aber man kann schauen, wie viele Menschen mit seelischen Problemen in Werkstätten arbeiten:

Am 1. Januar 2023 hatten ungefähr 21 von 100 Menschen in Werkstätten seelische Probleme.

Das bedeutet: Ungefähr ein Fünftel der Arbeitsplätze in Werkstätten sind für Menschen mit seelischen Problemen. Es gibt aber nur wenige Werkstätten, die nur für diese Menschen da sind.

Was ist das Wichtigste?

Werkstätten für Menschen mit seelischen Problemen sind besonders flexibel und geben viel Unterstützung. Es ist wichtig, dass die Menschen sich wohlfühlen und am Arbeitsleben teilnehmen können. Dabei wird auf die besonderen Probleme geachtet, die seelische Krankheiten mit sich bringen. Es ist wichtig, dass die Menschen stabil werden, gefördert werden und eine normale Arbeit finden können.


Quellen:

www.psychiatrie.de

www.bagwfbm.de

www.unternehmens-netzwerk-inklusion.de

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